Donnerstag, 18. März 2010

zurück ins Gelogene

Heute läuift in einem deutschen Privat-TV-Sender der erste Teil eines Vorurteilsstreichlers namens "Die Grenze".
Alle nostalgischen Vorurteile Deutschland-Ost und, so schön kann nur Fernsehen sein und andere Manipulationen für Massen,auch die Nostalgie Deutschland-West. Die Angelegenheit ist keinen Kommentar wert, ausser: Passiert das nicht oft? Wird nicht immer wieder mit unseren Vorurteilen Marionette gespielt? Und gleichzeitig unser Bauch gestreichelt? Der, in dem wir das ja alles längst wussten, gesagt haben, aber keiner will ja hören?
Einen Film, in dem das heutige Deutschland eines war, in dem die Nazis gesiegt hatten, den gab es schon. Wohin uns die Sehnsucht nach dem Gestern auch immer zieht: Keine Vergangenheit war besser. Aber gelogen ist sie immer.

Kommentare:

  1. Bei dieser Gelegenheit lade ich zu einem flüchtigen Blick auf www.nadann.de ein. Nichts daran ist gelogen, dass einige zigtausend Besucherinnen und Besucher sich durch die Seiten gefunden haben, obwohl das Erscheinungsbild mit dem Erscheinen 2007 schon reichlich von gestern war.

    Nur weil es selbst Gemachtes von Vorgestern ablöste, erschien es in Relation vergleichsweise modern. :)! Erfolgreiche Gegenwart, keine Nostalgie.

    In 4 Tagen werden wir eine neue Platte auflegen --- Die 2007er ist dann weiter wirklich, in diesem Museum hier:

    http://web.archive.org/web/*/http://nadann.de

    AntwortenLöschen
  2. Ja, Arno, zeigs uns!
    Mir kommt der letzte Moment vor dem Hochladen einer neuen Site manchmal vor wie die Eröffung eines neuen Kontinents: Werden Siedler kommnen? Mögen, was sie sehen?
    PS: Gönnst Du uns einen kleinen Erfahrumgsbericht mit leichtfasslichen Tipps?

    AntwortenLöschen
  3. später gerne ...

    hier zur Unterhaltung in der Pause ein Beispiel wie die Site nicht wird:

    http://www.nanu.de/?q=wochenschau

    AntwortenLöschen
  4. Sie werden kommen, Peter. Die spannende Frage ist: kann das System zwischen 30 und 40tausend Seitenaufrufe am Mittwoch von Mittag bis Mitternacht bedienen. Das weiß im Moment kein Mensch. Können wir das System bedienen? Kann ich sagen, gewiss nicht, wir arbeiten daran. Ist das System überhaupt fertig? Nein. Aber es ist auch kein Phantom, s. hier:

    http://212.101.201.62:8888/pages/kino_cineplex

    Werkstattatmosphäre! Am Dienstag hängen wir um 14 Uhr ein Baustellenschild raus und sehen, ob wir den Umbau bis 12 Uhr am Mittwoch schaffen. Wenn wir Mittwoch morgen absehen, dass es keiner wird, probieren wir es 7 Tage später.

    Wo ich seit 13 Jahren hin will, dass wir als Heftmacher auch Netz machen. Da stand bisher eine Firewall von Technickern davor mit einem festen Kodex von geht nicht und gibt's nicht. Wenn uns im Heft um 16 Uhr am Mittwoch einfällt, wir wollen noch eine Seite mit xyz drin haben, dann kommt die Seite rein und wird am nächsten Morgen mit dem Heft verteilt. Wenn wir die Seite als Menuepunkt an dritter Stelle nach Kino im Netz veröffentlichen wollten, mit zwei Fotos und drei Unterpunkten, mussten wir einen Antrag stellen. Die erste Frage war immer warum und dann warum da und habt Ihr Euch das gut überlegt, denn morgen ändern gibt es nicht. In unserer Art ändern wir sofort, wenn wir sehen, dass es keiner wird oder wenn wir sehen dass es einer wird und wir können mit einer Änderung den Trend verstärken. Leben steht für uns nicht in einem Pflichtenheft. Für Programmierer ist ihr Pflichtenheft ein halbes Leben.

    Bah, ich kann schon wieder eine Wutt kriegen, wenn ich nur darüber schreibe. --- Weiter machen, Freiheit ist nicht for free!

    AntwortenLöschen
  5. Ja, ist sie nicht, die Freiheit, für umsonst.
    In der Steinzeit des Internets, also vor wenigen Jahren, belehrte mich einer der Typen, die 180.- die Stunde wollten, dass ich das Problem sei, weil ich einfach zuviel verlangte. Stattdessen solle ich mich freuen über das, was meistens funktionieren würde.
    Am selben Tag begann ich, mich in die erste Software hinein zu stottern. Damit habe ich bis heute nicht aufgehört. Meine Sites sehen auch manchmal danach aus. Genau das ist richtig. Jemandem, der mich dafür schätzt, dass ich den Mustern anderer unterworfen bin, tote Ästhetiken zeige, die von toten Spezialisten kommen, Funktionen erzwinge, die vorgeblich benutzerfreundlich sind - nein, dem Menschen möchte ich nicht begegnen.
    Bin nach
    http://212.101.201.62:8888/pages/kino_cineplex
    zunehmend gespannt.
    Viel Glück, einfach zusätzlich.

    AntwortenLöschen
  6. Jedes zusätzliche Glück ist willkommen, thanks a lot. Unser Können reicht jedenfalls nicht, um die firewall zu überwinden.

    Die technologische Entwicklung im www ist viel schneller als dass wir ihr im Nebenberuf folgen könnten. Also umkreisen wir seit Monaten den Komplex, den wir bezahlen, aber nicht bedienen können, auf der Suche nach der Stelle, an der wir den Hebel ansetzen.

    Schritt 1:

    Klar war, dass wir zunächst den Server selbst unter unsere Kontrolle bringen müssen. Nach mehreren vergeblichen Versuchen mit gehosteten Linux und Windows Maschinen, haben wir einen Apple xServe gekauft und ihn hier am Ort bei einem Dienstleister ins Regal geschoben. Diese örtliche Verfügbarkeit und die jahrelange Vertrautheit mit OSX sind die Grundlage für die nächsten Schritte. Mehrkosten der Freiheit: statt 100 EUR für einen Linux-Server mit Internetanbindung bei 1un1, 250 EUR für die angebundene Apple Maschine.

    AntwortenLöschen