Dienstag, 16. Februar 2010

sei negativ, denke positiv

Heute wurde mir der Link zu einem sehr interessanten Blog (danke, Mel) eines Mannes gesandt, der in Kanada lebt; sein Thema ist der Wandel.
Von seinem Blog aus kam ich auf die "10 wichtigsten Bücher für Ihren persönlichen Erfolg". 8 basierten weitgehend auf Murphys "Positiv Thinking".
Seit Lao Tsu (in seinem "I GING") warnen Menschen unterschiedlichester Kulturen, Herkommen, Hautfarbe, Geschlecht ohne umfassende Besserung vor dieser Abseitsfalle.
Hier wieder einer.

Kommentare:

  1. ...CPS: meinst Du damit die Einladung der "alles-ist-positiv-und-wo-ist-denn-das-Problem-TSJAKKAA!-Typen", ins Abseits zu laufen?

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  2. na endlich check ich's!! Heute morgen hab ich noch ARBEITSfalle gelesen und war dann doch etwas verwirrt....
    Ich hab's schon ausprobiert: nur vom Meditieren und Lächeln allein räumt sich das Haus nicht auf, macht sich keine Prüfung von selbst, kriegt ich keine Leute in meine Tanzstunden, sättigt keiner die hungrigen Schnäbel..... die in den schlauen Büchern verheimlichen da immer eine wichtige Kleinigkeit!!

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  3. Ich gehe vors Haus, bereit, positiv zu denken, die Welt, das Leben, sogar mich selbst positiv zu sehen. Das geht. Ich muss nur die restlichen 99,9% unterdrücken.
    Ich gehe vors Haus, bereit, mal eine halbe Stunde ohne Urteile auszukommen. Gelingts? Wenn ja: welche Wirklichkeit!
    Bertrand Russel nannte die Methode des schwebenden (nicht formulierten) Urteils die grösste Erfindung des 20.Jahrhunderts.

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  4. Schon klar. Ich sehe, was ist, statt den rosa filter drauf zu klatschen.

    Trotzdem hab ich in der fahrstunde auch was gecheckt, damals: die bringen einem nämlich bei, dass man immer dahin fährt, wo man hinsieht. unbewusste navigation, quasi. und das find ich dann wieder hübsch, am "positiv" denken.

    haha dcg, arbeitsfalle positiv denken, auch schön :)

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  5. Vielleicht so:
    Positiv Denken ist POSITIV DENKEN: alles Rosa.
    Positive Haltung: Ich steck hier im Loch. Das Loch ist nicht Rosa. Aber jetzt kletter ich raus.

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  6. Positives Denken und der unendliche Kampf gegen Windmühlenflügel oder die Leichtigkeit des Seins unter alltäglichen Bedingungen der Schwerkraft. Möglicherweise fängt die Plage schon mit dem Aufrechten Gang an, der eine andere Dimension hat, als monatelanges Schwimmen. Mitten im Leben erinnert man sich nicht mehr, wie vieler vergeblicher Versuche es bedurfte, die Balance für einen Weg von A nach B zu halten, dabei vor Hindernissen nicht Halt zu machen und womöglich irgendeine Flüssigkeit in einem offenen Behältnis mitzuführen ohne sie durch Überswchwappen unterwegs zu verlieren. Schon die Basics der Menschwerdung sind nicht trivial. Nicht trivial geht es weiter, überall und immer wieder neue Windmühlenflügel, gegen die ein Fortkommen in Balance organisiert werden muss. Man kann auf den Gedanken kommen, dass dieses Spiel mit der Balance in allen übertragenen Sinnen das Leben selbst ist. Anstrengung ist Lebenselexier.

    So kam ich vor Jahren - in einem anderen Lebensabschnitt - unter Frauen, die das Bedürfnis hatten, sich den Sinn ihres Lebens von anderen Frauen erklären zu lassen, die ihrerseits behaupteten eine direkte Verbindung ins Jenseits zu unterhalten oder mindestens Jemanden gut zu kennen, die eine solche Verbindung unterhält. Als Maschinist finde ich derartiges interessant, wenngleich ich mich nicht bemüht habe, meinerseits grüne fluoriszierende Gestalten links über der Tür neben dem Stromkasten zu entdecken.

    Mitgenommen habe ich aus diesem Lebensabschnitt die Idee, dass mit der Menschwerdung eine Absicht verbunden sein könnte, einmal wirklich zu probieren, was man sich unter nicht stofflichen Bedingungen - in Gedanken - mit Leichtigkeit alles ausspinnen kann. Im Hier und Jetzt muss Butter bei die Fische. Anstrengend wird es, wenn den guten Ideen die guten Taten folgen sollen. Schon findet man sich den Windmühlenflügeln gegenüber. Gutes Programm, viele Lichtgestalten im Praxiscamp. Kann man ja verstehen, dass die ganz Schlauen es mit positivem Denken probieren wollen. Aber lohnt dafür der Aufwand der Menschwerdung, die ganze Quälerei bis zum aufrechten Gang?

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