Freitag, 14. Mai 2010

Freitag, Zeit-Werkzeug

Dali, schnurrbartzitternd, meinte: Am liebsten erinner ich mich an die Zukunft. Bertrand Russel (und eine Kompanie anderer Philosophischer) zogen lustvoll komplexe Kreise um dergleichen Provokationen. Russel schrieb jung eine Biographie. in der er sehr alt wurde.
Erstaunt uns, dass sein rückerinnerter Entwurf im Wesntlichen sein späteres Leben beschrieb? Ja, erstaunt uns, abgebrüht wie wir sind, denn wir hoffen darauf, dass wir diese Sache mit der Zeit eines Tages besser verstehen. Und dann glücklicher damit umgehen können.
Hier ist das Werkzeug: Beschreiben Sie das Entscheidende, Bewegende, Verändernde, Hoffnungsvolle Ihrer nächsten 3 Jahre - rückblickend vom 11.November 2013.
Was ein Freitag.

Kommentare:

  1. In der Wochenmitte vor dem Feiertag hatte ich eine Begegnung mit einer sehr großen Druckmaschine. Als Maschinist interessiert mich dererlei. Uli beobachtete mich aus den Augenwinkeln, wie ich in Meterschritten daran entlang lief. Mit 14 Metern war ich nicht so weit von der Prospektangabe entfernt. Ja, ich war da hin gekommen, um mir den 50 Tonner mal in Produktion anzuschauen. Ich wollte mal sehen, ob er in meine Biographie rein passt. Die Dinos des Druckzeitalters sind gerade preiswert zu haben. --- erzähle nachher weiter, muss erstmal die Verteilräder in den Stall fahren.

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  2. ... apropos alter Mann, die Rikschas (http://www.studentenwerk-muenster.de/wiki/index.php/Na_dann) selbst abends rein zu fahren leiste ich mir seit einem Jahr. Bei 11 EUR Stundenlohn verdiene ich mir so an drei Abenden die Woche was dazu statt in der Mukki-Bude für die Stunde Spinning zu bezahlen. Ökonomie im Kleinbetrieb. --- Zurück zum Dino, der da am Mittwoch unerschütterlich mit 9.500 Bogen pro Stunde seine Bahn zog. 98 Millionen Drucke in 200 Wochen zu 5 Tagen je 24 Stunden. Womit wir uns bei gutem Lauf 21 Stunden beschäftigen, putzt der Dino in 7 Stunden weg.

    So kamen wir ins Plaudern, nicht über Geld und Geschäft, sondern über gestern, heute und morgen. Gute westfälische Firma, Leute, die sich was einfallen lassen, während überall die Kriese besprochen wird. Bei denen hätte ich kein schlechtes Gefühl, wenn deren 50 Tonner eines Tages meine Arbeit macht. Wir sind dann irgendwo mit MacBook, großem Bildschirm, Skype on air und liefern bis Dienstag 15 Uhr den Inhalt als PDF. Den einen über den anderen Mittwoch fliege ich gerne aus Andalusien ein, um zeitlos gut gelaunt unsere Hefte auf Rikschas in die kleine Stadt zu fahren.

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  3. Ich rieche den Dino.
    Und seh Euch.
    Als einer, der Nostalgie für eine schwer heilbare Neurose hält, sollte ich mir verkneifen, gelegentlich solche Gerüche hinter meinem Mac-Grossbildschirm-Undsoweiter zu vermissen. Tus aber. Leicht.
    (Sind auch nur 3 Meter bis zu einigen hundert Sennelier-Oilsticks.)

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  4. ...Dali, Russel, Dinos, Sennelier-Oilsticks (ich rieche die Dinger förmlich, wenn Du sie erwähnst) und Nostalgie....hm; gestern haben wir möglicherweise unser Haus, das ich seit meiner Kindheit kenne, verkauft - Zusage fehlt noch, aber irgendwie riecht´s auch danach;
    und jetzt ist da diese Mischung aus Nostalgie und dem Rückblick aus der Zukunft auf die Zeit ab morgen und allem Ungewissen, dass es zu formen gilt........ wie viel Meter zum neuen Glück werden´s wohl sein?

    :)

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  5. Wieso Meter? Ist doch schon da.

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