Donnerstag, 8. Juli 2010

überall, fast immer mies

Wir sind ja so gute Mütter oder Väter und Konsumentinnen und Dauerdummköpfe. Letzteres allerdings nur, wenn wir Reklameleute sind.
Dass der hinterlistige Schwachsinn namens Marketing-Kommunikation sich auch prompt auf neue Techniken stürzt: na klar. Dass es immer noch die schlechte alte Du-Bist-Beschränkt-Und-Jetzt-Mach-Ich-Dir ein-Mieses-Gewissen-Masche ist: was sonst sollte beschränkten Menschen einfallen? Jetzt also alles nochmal als App.
Wenn sich wie eben die Herrschaften in Cannnes tummeln und sich gegenseitig mit Preisen beschenken und dann dort tatsächlich noch ein Journalist auf die naive Idee kommt, nachzufragen, warum es vorwiegend soviel missratene, dümmliche Kommunikation gäbe, kommt die seit Generationen vereinbarte Standard-Antwort: Die Auftraggeber sind eben so und die Konsumenten sind eben so und die Umstände sind eben so und übrigens verkauft es.
Einstein abwandelnd: Um wie ein Schaf zu blöken muss man vor allem ein Schaf sein.

Kommentare:

  1. Hm, jetzt aber mal angenommen GoodGuide wäre unabhängig, so wie Stiftung Warentest zum Beispiel. Dann würde so ein App doch Sinn machen?

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  2. Ja, gewiss.
    Die FRage scheint mir immer zu sein, wo das, was initiiert wird, enden soll -
    aber auch, welche Metaphern, Rituale und Archetypen gebraucht werden oder missbraucht.
    Wenn Mamma spricht, muss es gut sein?

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