Donnerstag, 22. Juli 2010

raucht, trinkt, werdet dick

22.7.2020:
Die heutige Sitzung der Europäischen Kommission zur Steuerung der Altersplanung erbrachte eindeutige Empfehlungen für ältere Mitbürger, also Menschen ab 59. Insbesondere wird empfohlen, ab sofort den Bezug von Alkoholika aller Art, Tabackwaren und fetthaltigen Lebensmitteln grosszügig zu subventionieren, jährlich die intensivsten Raucher, Trinker und Fettleibigen in einer grossen Show zu prämieren und die Erbschaftssteueren mit jedem Altersjahr über 65 jährlich um einen Prozentpunkt zu erhöhen.
22.7.2010:
Auf der Homepage der New England Centenarian Study wird Ihnen in Kürze ausgerechnet, wie gross Ihre Chancen sind, hundert Jahre oder älter zu werden. Das wird möglich, weil jetzt die Genkombination der Langlebigen gefunden wurde. Diese Kombination haben etwa 15 Prozent geerbt, also in etwa jeder Siebente.
Allerdings sind wir eine Gesellschaft mit sozialen Systemen, die nicht derartig viele kerngesunde, mobile, selbstbewusste Alte vorsieht. Ganz zu schweigen von den Kosten. Sozial verträglicher wäre es also von den Alten, wenn sie wie gewohnt mit Mitte Sechzig in Rente gehen, noch vier, fünf Jahre ausruhen und sich dann verabschieden. Damit das so bleibt oder wieder so wird: siehe oben.
PS: Einige Filme, dutzende Bücher, hunderte Studien bereiten bereits den 22. 7. 2020 vor.

Kommentare:

  1. Am Rande: in Ermangelung leidenschaftlicher Frühaufsteher ist mir seit einigen Monaten die Bahnhofsverteilung am Donnerstag wieder zugefallen, was so viel heisst, dass ich um 6 Uhr in der Früh an drei Ein- und Ausgängen 2.400 Hefte in 12 Kisten auf einfachen Holzständern zu stehen habe. An so einem Ferienmorgen sind davon nach 1 1/2 Stunden 1.600 Hefte weggepickt. Heute Morgen stand ein Dicker im Unterhemd mit zwei Dünnen breitbeinig in einem der beiden Zugänge. Die Drei tranken nicht ihr 1. Bier. Fahrgäste mussten sich an den schwitzigen Körpern vorbei in die Bahnhofshalle drücken, was besonders im Fall junger Frauen noch einen höhnischen Kommentar gab, zum unvermeidlichen Körperkontakt dazu. Später schlenderte ein sehr dicker Bundespolizist mit einer sehr dünnen Kollegin durch den Bahnhof. Danach pöbelten die Drei auf der gegenüber liegenden Straßenseite weiter. Die morgendlichen Bahnhofsbilder ändern sich - auch in Münster. Die abendlichen haben sich schon länger geändert.

    Ich ändere mich auch. Heute ist so ein Tag mit einem Paradigmenwechsel. Hatte ich beim Aufstehen noch die Druckersicht mit online im headup, so haben sich die Verhältnisse in wenigen Stunden gedreht. Auf einmal bietet online im Hinblick auf Zukunft die stärkere Attraktion.

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  2. Gut 8 Monate haben wir in der Sache einige 100 Stunden diskutiert, haben uns zu einer kurzen Verprobung gezeigt und als wir jämmerlich mit leeren Bildschirmen unter der Zugriffslast gescheitert waren, den ganzen Unterbau in eine neue Form gegossen. Als wir damit fertig waren haben wir die Sachverständigen gefragt, ob sie die fremde Apple X-Serve Technik wirklich beherrschen. Da war ein Flackern in ihren Augen, das uns reichte, um die ganze Technik noch ein weiteres Mal - schlußendlich in die standard Linux-Form - umzufüllen. Jetzt arbeiten alle auf ihren starken Seiten und wir haben nach 14 Jahren und 4 Monaten den ersten Netzauftritt, der uns eine Kommunikation in Wort und Bild mit den Besucherinnen und Besuchern erlaubt, wie sie uns gefällt. Natürlich ist genau das ein entscheidender Schritt zur Augenhöhe mit print, der bisher fehlte. Im Druck hatten wir die Freiheit, die im Netz Technikern zufällt. Mit der neuen Freiheit sind wir in wirklichem cross-media unterwegs ... - na dann!

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  3. Arno!
    Die charmanteste Klage über den Zustand der Menschheit seit x Jahren: der Mangel amn leidenschaftlichen Frühaufstehern.
    Ich bin begeistert. Noch mehr über das cross-mediale Unterwegssein: Links probiert. Seid ihr noch nicht erreichbnar?

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