Freitag, 31. Dezember 2010

zuletzt, zuerst

Das Merkwürdige an der Zukunft ist wohl die Vorstellung, dass man unsere Zeit einmal die gute alte Zeit nennen wird.
Ernest Hemingway


PS:
Stellen Sie sich vor, wie Ihr Urenkel sich wundert, wie gemütlich, langsam, idyllsich Sie in Ihrer Jugend lebten?

Kommentare:

  1. Dazu die Worte zum Mittwoch schon mal vorab:
    .
    2011 mit 60 finde ich das Leben toll! Wenn ich die 6 Dekaden durchblättere, ist es am ehesten die erste, die zum aktuellen Lebensgefühl passt. Mit dem Übergang von der Volksschule zum Gymnasium wurde klar, dass die Erwachsenen die Sache mit dem Ernst des Lebens wirklich ernst meinten. Ich verstand nicht, warum mit einem derart missionarischen Eifer darauf hin gearbeitet wurde, aus dem schönen Spiel ernstes Leben zu machen, zumal Erwachsene mit ihrem hoch gepriesenen Ernst oft total schlechte Laune bekamen. Fatal fand ich ihren ausgeprägt Hang zur Übellaunigkeit anlässlich langer Feiertagssequenzen. Weihnachten, Ostern, Pfingsten, irgendeinem der Lieben kroch doch irgendwann immer eine Laus über die Leber.

    "Lerne und leiste damit Du es besser hast." So lautete in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts in Deutschland das Credo. Dem konnte und wollte ich mich nicht ganz entziehen. Allerdings schwor ich mir Im Übergang vom Kind zum Jugendlichen: irgendwann in Deinem Leben kommst Du zurück zum Spiel. Dass dieser Vorsatz ausgerechnet mit dem 60. Geburtstag in Erfüllung gehen würde, war am zweiten Weihnachtsfeiertag eine schöne Bescherung. Vielleicht bringt die 6 eine hinreichende Distanz zu den Zeitgenossen mit der 3 oder 4 davor, die in ihrer rastlosen Suche nach Gewinn-Maximierungs-Potential inzwischen jeden Quadratzentimeter Zivilisation auf diesem Planeten umpflügen. Man kann mit dem Ernst des Lebens verdammt viel Müll produzieren.

    60 Jahre Arno sind zugleich 30 Jahre na dann… . Zum doppelten Geburtstag habe ich mir ein MacBook Air geschenkt. Die Firma, die das Heftchen macht, so effizient, dezentral und in den Teilarbeiten autark weiter zu entwickeln, dass mein eigener Arbeitsplatz auf dieses eine Kilo Hightech passt, wo auch immer ich mich damit ins Netz einklinke, ein schöneres Spiel kann ich mir für die nächsten Dekaden kaum vorstellen.
    In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein gutes neues Jahr, in dem wir ernsthaft tun, wozu wir wirklich Lust haben.

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  2. "Lust, eben" würde Dittsche sagen. Und Recht haben.

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