Dienstag, 17. August 2010

Merkel oder / und / oder doch nicht Ackermann

Die Gazette - Diskussion zur Frage "Merkel oder Ackermann" auf mediaclinique wurde von professionellen Intellektuellen geführt.
Nicht, dass die Alternative besonders attraktiv wäre. Nicht, dass es eine Rolle spielen würde: M oder A. (Beide betreiben Verarmungsprogramme im Abendland.) Nicht, dass die Diskussion irgendjemandem etwas bedeuten müsste.
Aber sie nutzt Ihnen, wenn Sie sich dort nur eine vermeintliche Nebenbemerkung eines der Disputanten aufmerksam ansehen:
"Ich denke, vieles wird durch das System vorgegeben, zum Beispiel das Ziel Wirtschaftswachstum, ein Ziel, das Frau Merkel zu erreichen gezwungen ist, genau so, wie Herr Ackermann das Wachstum der Profite seines Unternehmens erreichen muss. Sie haben gar nicht die Autonomie des Handelns, sondern durch das System vorgegebene Ziele. Man kann allenfalls noch darüber diskutieren, was die dafür geeigneten Mittel sind."
Meint: Das ist nun mal ein System und da kannst du nix machen. (Niklas Luhmann, irgendwo, lächelt kühl.)
Meint auch: Wachstum muss nun mal sein. Weiss doch jeder. Macht doch jeder. Ist längst heilig gesprochen. Lehrt doch jede Uni, jede Business School.
Ja, genau.
In nur eine Stunde konzentrierter Recherche im Netz lassen sich mindestens 2 Dutzend gegenteilige Ansichten von brillanten Denkern finden.
Ja, die sind nicht in Banken oder Kanzlerämtern.
Nein, nicht das System entscheidet, sondern Sie.
Und das ist dann doch ein Grund zur Hoffnung. Finden Sie nicht?

1 Kommentar:

  1. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,712524,00.html

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