Das neueste Gezeter über das, was ein gwisser Herr Ackermann von sich gab, verdeckt den eigentlichen Wandel:
Es gibt eine einigermassen demokratisch gewählte Regierung. Und es gibt längst eine globale Regierung der Geldverleiher. Die erste Regierung ist nahezu machtlos, wenn es um die weltweite Finanzwirtschaft geht. Die Zweite Regierung beherrscht diesen Markt. Und mit diesem Markt weitesgehendst die Wirtschaft. Und die Politik. Und manchmal platzt es halt raus aus so einem, der meint, er herrsche und damit Recht hat - aber das eigentlich nicht zeigen sollte und doch so ganz gewiss ist, gewiss bis zur Unfähigkeit, sich an die Manieren der Unauffälligkeit zu halten, dem Geschäft zuliebe. Noch sollte so einer nicht so unverblümt plaudern. Noch nicht.
PS: Dergleichen Grossfürsten des Geldes können nicht abgewählt werden, richtig. Etwas anderes lässt sich noch wählen: Mit welchen Banken man Geschäfte macht.
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Sonntag, 16. Mai 2010
Samstag, 20. März 2010
burnout, burnon, burnwashing
Leider kein kostenfreier Link möglich: dennoch:
In der aktuellen Ausgabe von "Die Zeit" schreibt Ursula März über Restauranttester, Schuldenberater, die Gilde der Krisenberater, die Inflation entsprechender Sendungen und schliesslich Frau Meckel, die ihr Burnon miterleben lässt, indem sie ein Buch über ihren Burnout vorstellt.
"Der erstaunliche Erfolg, dessen sich das Krisenthema derzeit im Medien- und Buchgeschäft erfreut, ist mit einer kleinen, sehr menschlichen, aber doch entscheidenden Lüge erkauft - der Lüge, dass die Krisen der Gegenwart Phänomene seien, welche kommen, kurz verweilen und abziehen."
Ja. Und nein, so klein ist die Lüge nicht. Denn genau das verspricht jedes Krisen-Geschrei: Es wird alles wieder gut. Das wars, was Mütterchen damals versprach und was von unseren frühesten Tagen an gelogen war.
Es wird nicht wieder gut. Niemals. Es wird anders.
Und das ist viel besser.
In der aktuellen Ausgabe von "Die Zeit" schreibt Ursula März über Restauranttester, Schuldenberater, die Gilde der Krisenberater, die Inflation entsprechender Sendungen und schliesslich Frau Meckel, die ihr Burnon miterleben lässt, indem sie ein Buch über ihren Burnout vorstellt.
"Der erstaunliche Erfolg, dessen sich das Krisenthema derzeit im Medien- und Buchgeschäft erfreut, ist mit einer kleinen, sehr menschlichen, aber doch entscheidenden Lüge erkauft - der Lüge, dass die Krisen der Gegenwart Phänomene seien, welche kommen, kurz verweilen und abziehen."
Ja. Und nein, so klein ist die Lüge nicht. Denn genau das verspricht jedes Krisen-Geschrei: Es wird alles wieder gut. Das wars, was Mütterchen damals versprach und was von unseren frühesten Tagen an gelogen war.
Es wird nicht wieder gut. Niemals. Es wird anders.
Und das ist viel besser.
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