Je mehr Daten wir speichern, desto stärker wächst die Angst, dass sie missbraucht werden und auch die Angst, dass sie vergessen gehen. Je mehr wir in die Wolke schieben, desto häufiger treten Propheten auf, die "Wehe! Wehe!" rufen und unseren Untergang entwerfen, eine Zivilisation, die in den Tiefen des digitalen Vergessens versinkt.
Hoffentlich.
Ich meine, hoffentlich versinkt sie, immer wieder.
Wenn Sie sich energisch ängstigen wollen, dann stellen Sie sich einige Minuten vor, seit, sagen wir, 30 Jahren wird alles, ALLES, aufgezeichnet. Wird gesichert. Bleibt immer lesbar....
... die Hölle auf Erden.
Eines der grössten Talente ist, vergessen zu können. Paul Watzlawick sah da eine Schwierigkeit:" Auf Befehl etwas spontan zu tun, ist ebenso unmöglich, wie etwas vorsätzlich zu vergessen oder absichtlich tiefer zu schlafen."
Umso besser, dass das unsere Systeme längst lernen.
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Dienstag, 31. Mai 2011
Mittwoch, 14. Juli 2010
Wolken-Angst
Peter Schink in seinem BLOG AGE:
"Eigentlich ist die Diskussion (um die "Cloud")eine der Gegenwartsbewältigung." Und berichtet dann über seinen Alltag. In den Kommentaren wird ihm zugestimmt oder die Angst vor der Wolke beschworen.
Die Technik ist neu, das Problem nicht. Wie schon seit langem in unserem Prozess der Zivilisation geht es um soziale Kontrolle, genauer: um Kontrolle durch Dienstbare. Das Leben mit Personal erforderte früher und heute nach wie vor etwas wie generöse Gleichgültigkeit mit dem Individuellsten, Intimsten. Vor dem Kammerdiener ist jeder nackt.
Und selbst die sensibelsten Daten sind nie sicher. Wer Angst vor Spionen in der Wolke hat, sollte besser nicht testen, wie leicht sich ein halb trainierter Profi in seine heimischen Daten hackt.
Gegenwartsbewältigung ist doch sehr praktisch. Allerdings ist das noch keine Gegenwartsfreude.
"Eigentlich ist die Diskussion (um die "Cloud")eine der Gegenwartsbewältigung." Und berichtet dann über seinen Alltag. In den Kommentaren wird ihm zugestimmt oder die Angst vor der Wolke beschworen.
Die Technik ist neu, das Problem nicht. Wie schon seit langem in unserem Prozess der Zivilisation geht es um soziale Kontrolle, genauer: um Kontrolle durch Dienstbare. Das Leben mit Personal erforderte früher und heute nach wie vor etwas wie generöse Gleichgültigkeit mit dem Individuellsten, Intimsten. Vor dem Kammerdiener ist jeder nackt.
Und selbst die sensibelsten Daten sind nie sicher. Wer Angst vor Spionen in der Wolke hat, sollte besser nicht testen, wie leicht sich ein halb trainierter Profi in seine heimischen Daten hackt.
Gegenwartsbewältigung ist doch sehr praktisch. Allerdings ist das noch keine Gegenwartsfreude.
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